Definition von Calling Cards
Wo liegen die Vorteile von Calling Cards?
Warum wird den Calling Cards in der Ethnotrade ein so großer Stellenwert eingeräumt?
Was sind Call Shops?



Definition von Calling Cards

Calling Cards sind Telefonkarten, die von jedem tonwahlfähigen Telefon vom Festnetz, Mobilfunk und Telefonzellen aus verwendet werden können. Calling Cards verfügen über keinen Chip, sondern auf ihrer Rückseite ist eine gebührenfreie Einwahlnummer (z. B. 0800- 123 456 78) und eine Geheimzahl (PIN-Nummer) abgebildet. Der Nutzer kann das vorausbezahlte Guthaben von 5 Euro, 10 Euro oder 25 Euro der Karte nutzen, indem er die Einwahlnummer wählt, dann die Geheimzahl eingibt und anschließend die gewünschte Zielrufnummer eintippt. Die Kosten des Gespräches werden dann jeweils von dem noch verbliebenen Guthaben der Karte abgezogen.


Wo liegen die Vorteile von Calling Cards?

Calling Cards sind fast überall verwendbar. Über entsprechende Einwahlnummern lassen sich Calling Cards in der Regel vom Festnetz, egal ob Büro oder Zuhause, von Telefonzellen, vom Hotel und vom Mobilfunk verwenden. Einige Karten lassen sich auch in verschiedenen Ländern nutzen. Das Gute daran: Es fallen keine zusätzlichen Kosten an – wegen der gebührenfreien Einwahlnummer
erscheinen Gespräche mit Calling Cards nicht auf der Telefonrechnung von Hotel, Büro oder Mobilfunkvertrag.

Calling Cards ermöglichen günstige Gespräche. Die größte Kostenersparnis liegt bei Gesprächen vom Mobilfunk ins Ausland, vom Festnetz ins Ausland, vom Mobilfunk zum Festnetz (bei Cashkarten, nicht bei 24-Monats-Verträgen) und von Telefonzellen und Hotels ins In- und Ausland. Da die Kostenvorteile bei Auslandsgesprächen besonders hoch sind, werden Calling Cards in Deutschland
zu mehr als 90 % von Ausländern für Gespräche ins Ausland genutzt.

Die Kunden haben die Kosten im Überblick.
Bei Festnetz- und Mobilfunkanschlüssen mit Laufzeitvertrag erfahren die Kunden die Kosten in der Regel erst mit der Monatsrechnung. Böse Überraschungen mit hohen Rechnungen sind so möglich. Nutzer von Calling Cards wissen dagegen immer, was sie für das Telefonieren ausgeben. Wenn das vorausbezahlte Guthaben von Calling Cards abtelefoniert ist, sind keine weiteren Telefonate mehr möglich und der Kunde entscheidet bewusst, ob er weitere Calling Cards kauft oder nicht.


Warum wird den Calling Cards in der Ethnotrade ein so großer Stellenwert eingeräumt?

Calling Cards werden seit ihrer flächendeckenden Einführung 1998 in Deutschland insbesondere von
Einzelhändlern mit Migrationshintergrund vertrieben. Es gibt kaum einen Einzelhandelsladen mit Inhabern asiatischer, arabischer, afrikanischer oder russischer Herkunft, für den die Calling Cards nicht eine bedeutende Einnahmequellen darstellen und es gibt kaum Zuwanderer aus diesen Ländern, die nicht auch Calling Cards für Gespräche in die Herkunftsländer nutzen.

Die Interkulturelle Handelszeitung ETHNOTRADE ist das einzige Medium, das zielgerichtet an diesen so genannten «ethnischen Markt» der Lebensmittelgeschäfte, Zeitschriftenläden, Kioske, Call Shops, Moscheen und interkulturellen Einrichtungen, versendet wird. In einer Auflage von 20 000 transportiert die ETHNOTRADE somit zweimal jährlich die Angebote und Informationen der Herausgeber von Calling Cards an die entsprechenden Einzelhändler und Nutzer. ETHNOTRADE hat sich zum Kommunikations-
forum für den Markt rund um das Thema Auslands-Telefonie entwickelt. In jeder Ausgabe werden Unternehmen und innovative Entwicklungen vorgestellt.

Der herausgebende Verlag, die Ethnotrade Medien- und Veranstaltungs GmbH, ist außerdem Veranstalter der TelePIN Expo-Messe für Auslands-Telefonie und Telefon-Mehrwertdienste und verfügt somit über umfangreiche Kontakte in die Branche.
weitere Infos: www.telepinexpo.com


Was sind Call Shops?

Call Shops sind Läden mit eingebauten Telefonkabinen, von denen insbesondere günstige Auslandsgespräche möglich sind.

In den letzten Jahren hat in Deutschland eine Vielzahl von Call Shops eröffnet. Die Gesamtzahl der Shops geht mittlerweile in die Tausende. Aufgrund der hohen Anzahl an Wettbewerbern ist es für den
Unterhalt eines Call Shops oft nicht mehr ausreichend, ausschließlich günstige Auslandstelefonate über Telefonkabinen und Calling Cards anzubieten. Immer mehr Call-Shop-Betreiber suchen zusätzliche
Einnahmemöglichkeiten. Die einen verkaufen Lebensmittel, die anderen Mobilfunkzubehör, manche bieten Gastronomie an, andere verkaufen Zeitschriften, Tabakwaren oder bieten Lotto und Sportwetten an. Auf der anderen Seite gehen immer mehr Einzelhandelsgeschäfte wie von Zuwanderern betriebene Getränkeläden, Bäckereien, Mitfahrzentralen, Videotheken und Cafés dazu über, Telefonkabinen aufzustellen. Bei diesem "Shop-in-Shop"-Konzept werden in der Regel zwei bis vier Telefonkabinen in die Geschäftsräume integriert, die dann neben dem eigentlichen Kerngeschäft betrieben werden.